
Alle reden über Ernährung. Niemand redet übers Trinken.
Als werdende oder junge Eltern wirst du von allen Seiten beraten: Die Hebamme erklärt dir Stillen und Beikost, der Kinderarzt gibt Empfehlungen zu Allergien und Nährstoffen, Elternmagazine drucken Ernährungspläne und in der Krabbelgruppe tauscht man Brei-Rezepte. Über das, was Kinder trinken, spricht dabei fast niemand.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Wasser und ungesüßte Tees. Punkt. Mehr Orientierung gibt es kaum. Doch was, wenn dein Kind einfach schlecht trinkt? Was, wenn Saft und Limo längst zum Alltag gehören, ohne dass du weißt, wie viel Zucker sich darin wirklich versteckt? Und warum ausgerechnet Getränke oft der größte, und am meisten unterschätzte, Zuckerlieferant im Kinderleben sind?
Diese Fragen beantwortet kein Ratgeber, kein Vorsorgeheft, kein Elternabend.
Genau deshalb haben wir dieses Trink-Manifest geschrieben.




Wähle die Altersgruppe deines Kindes aus und entdecke den täglichen Trinkbedarf und was in den verschiedenen Getränken wirklich drin steckt.
820 ml / Tag

Empfohlene Trinkmenge (Getränke)
Kleinkinder vergessen das Trinken oft vollständig im Spiel. Das Gehirn ist noch dabei, das Durstgefühl zu entwickeln – deshalb brauchen sie Erinnerungen von außen.
Klicke auf ein Getränk – wir erklären dir, was wirklich drin steckt.
0
Würfel Zucker
0 g
Zucker gesamt (ca.)
0 g
Fruktoseanteil


˜4,5
Würfel Zucker
13 g
Zucker gesamt (ca.)
Mittel
Fruktoseanteil
˜8,5
Würfel Zucker
26 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(nat. Fruchtsüße)
Fruktoseanteil

˜9
Würfel Zucker
27 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(Industriezucker)
Fruktoseanteil

940 –
1100 ml / Tag

Empfohlene Trinkmenge (Getränke)
Der Bewegungsdrang steigt enorm und damit der Flüssigkeitsbedarf. In der Schule wird oft zu wenig getrunken, was direkte Auswirkungen auf Konzentration und Stimmung hat.
Wusstest du das? Laut den Kinderärzten von @handfussmund sollten Kinder maximal 5 % ihrer täglichen Energie aus freiem Zucker aufnehmen, das entspricht bei einem 4–6-jährigen Kind etwa 17 g pro Tag. Ein einziges Glas Orangensaft enthält bereits 16 g. Ein handelsüblicher „Durstlöscher" kommt auf über 50 g, mehr als das Doppelte der Tagesmenge selbst für ältere Kinder.
4 bis unter 7 Jahre = 940 ml
7 bis unter 10 Jahre =970 ml
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0
Würfel Zucker
0 g
Zucker gesamt (ca.)
0 g
Fruktoseanteil


˜4,5
Würfel Zucker
13 g
Zucker gesamt (ca.)
Mittel
Fruktoseanteil
˜8,5
Würfel Zucker
26 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(nat. Fruchtsüße)
Fruktoseanteil

˜9
Würfel Zucker
27 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(Industriezucker)
Fruktoseanteil

1,2 – 1,4 l / Tag

Empfohlene Trink-Menge
Konzentration für die Schule und das erste Bewusstsein fürs Hautbild rücken in den Fokus. Beides ist direkt mit ausreichend Hydration verbunden.
10 bis unter 13 Jahre = 1170 ml
13 bis unter 15 Jahre = 1330 ml
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0
Würfel Zucker
0 g
Zucker gesamt (ca.)
0 g
Fruktoseanteil


˜4,5
Würfel Zucker
13 g
Zucker gesamt (ca.)
Mittel
Fruktoseanteil
˜8,5
Würfel Zucker
26 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(nat. Fruchtsüße)
Fruktoseanteil

˜9
Würfel Zucker
27 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(Industriezucker)
Fruktoseanteil


1,5 l / Tag
Empfohlene Trink-Menge
Performance, Sport, das Hautbild und Eigenverantwortung stehen im Vordergrund. Jugendliche können faktenbasiert angesprochen werden – Langzeitfolgen und echte Zahlen überzeugen.
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0
Würfel Zucker
0 g
Zucker gesamt (ca.)
0 g
Fruktoseanteil


˜4,5
Würfel Zucker
13 g
Zucker gesamt (ca.)
Mittel
Fruktoseanteil
˜8,5
Würfel Zucker
26 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(nat. Fruchtsüße)
Fruktoseanteil

˜9
Würfel Zucker
27 g
Zucker gesamt (ca.)
Hoch
(Industriezucker)
Fruktoseanteil

Quellenhinweis:
Unsere Empfehlungen basieren auf den wissenschaftlichen Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die hier angegebenen Mengen beziehen sich explizit auf die Wasserzufuhr durch Getränke. Bitte beachte, dass der Gesamtwasserbedarf des Körpers höher liegt, da zusätzlich Flüssigkeit über die feste Nahrung sowie durch das beim Stoffwechsel entstehende Oxidationswasser aufgenommen wird. Wir orientieren uns an den spezifischen Richtwerten für Getränke, um Eltern eine klare Orientierungshilfe für den Alltag zu bieten.
Freier Zucker vs. gebundener Zucker – der Unterschied, den jeder Elternteil kennen sollte
Ein Apfel und ein Glas Apfelsaft enthalten beide Zucker. Trotzdem sind sie nicht dasselbe. Im Apfel ist der Zucker gebunden, eingebettet in Ballaststoffe, Vitamine und Pflanzenstoffe. Der Körper nimmt ihn langsam auf. Im Saft dagegen ist der Zucker frei: schnell verfügbar, ohne Begleitstoffe und er lässt den Blutzucker rasch ansteigen. Genau dieser freie Zucker ist das Problem in Kindergetränken. Die Fachgesellschaft für Kindergastroenterologie (GPGE) empfiehlt, dass maximal 5 % der täglichen Energie aus freiem Zucker kommen sollten. Bei einem Kleinkind sind das etwa 15 g pro Tag, ein Glas Apfelsaft enthält bereits 16 g.
Seht euch unbedingt die Aufklärungsclips von Dr. Nibras Naami an, auf seinem Kanal verpackt er viele Ernährungstipps aus der Perspektive eines Vaters und Arztes.


