Petition: Gesetz zur Zuckersteuer 2027
Schließt die Zucker‑Lücke
Ab 01. Januar 2027 kommt endlich eine Zuckersteuer auf gesüßte Getränke – ein überfälliger, richtiger Schritt.
Nur: Fruchtsaft und Süßstoff-Limos sollen komplett ausgenommen bleiben. Ausgerechnet die Getränke, die im Kinderregal als „gesund“ verkauft werden.
Seit über zehn Jahren zeigen wir mit TeeFee, dass Kindergetränke ganz ohne Zucker und ganz ohne künstliche Süßstoffe schmecken können. Ab dem 01. Januar 2027 will die Bundesregierung endlich eine Zuckersteuer einführen. Ein überfälliger und richtiger Schritt.
Der aktuelle Gesetzentwurf hat aber zwei große Lücken: Fruchtsäfte bleiben komplett steuerfrei, obwohl ein Glas 100-Prozent-Fruchtsaft oft genauso viel Zucker enthält wie ein Glas Cola. Und süßstoffhaltige Getränke bleiben ebenfalls ausgenommen, obwohl die WHO seit 2023 ausdrücklich von Süßstoffen zur Gewichtskontrolle abrät.
Diese zwei Lücken sind kein Detail. Sie schwächen die Wirkung der gesamten Steuer erheblich und treffen ausgerechnet die Getränke, die im Kinderregal am häufigsten als gesund vermarktet werden. Das Gesetz wird jetzt verhandelt. Unsere Kinder haben keine Lobby in Berlin. Wir müssen ihre Stimme sein.

Warum jetzt?
Zucker ist längst keine Geschmacksfrage mehr.
Deutschland zahlt für zu viel Zucker, vor allem bei Kindern.
Die wichtigsten Zahlen zur Ausgangslage:
9,3 Mio.
Menschen leben in Deutschland mit Typ-2-Diabetes, ca. 450.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
— DDG/diabetesDE, Gesundheitsbericht Diabetes 2026
+5,8 %
jährlicher Anstieg der Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen bei 11- bis 17-Jährigen (2014–2023).
— RKI, Gesundheitsberichterstattung
5,9 %
der 3- bis 17-Jährigen sind adipös,
bei 14- bis 17-Jährigen bereits 8,5 %.
— RKI, KiGGS Welle 2
63 Mrd. €
kostet Adipositas das deutsche Gesundheits- und Wirtschaftssystem pro Jahr.
— Effertz et al., Universität Hamburg
43,6 %
der Schulanfänger:innen haben bereits Karies an den Milchzähnen, seit zehn Jahren kaum Verbesserung.
— DAJ-Studie 2016
Der Konstruktionsfehler
Zwei Schlupflöcher, die die Steuer wirkungslos machen können
Der aktuelle Gesetzentwurf besteuert Cola – aber nicht die Getränke, die daneben im Regal stehen und genauso viel Zucker enthalten können.

Die Petition:
Unsere drei Forderungen
an den Bundestag
Adressiert an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, das Bundesgesundheitsministerium sowie die Mitglieder des Finanz- und Gesundheitsausschusses.
1
Fruchtsäfte und Fruchtnektare einbeziehen
Zu denselben Schwellenwerten wie andere gesüßte Getränke – ab 5 Gramm freiem Zucker pro 100 Milliliter, gemäß dem WHO-Maßstab „free sugars“. Eingeschlossen: Saftschorlen, Smoothies und alle Kindergetränke auf Saftbasis.
2
Süßstoffhaltige Getränke besteuern
Damit Zucker nicht einfach durch synthetische Süßstoffe ersetzt wird. Vorschlag: eine eigene Steuerstufe von 15 Cent pro Liter. Botanische Zutaten wie Vollblatt-Stevia bleiben davon klar abgegrenzt.
3
Einnahmen zweck-gebunden für Kindergesundheit
Für gesunde Schulverpflegung, Ernährungsbildung und frühkindliche Prävention statt zur Stabilisierung allgemeiner Haushaltslücken oder GKV-Beitragssätze.
Jede Unterschrift zählt!
Unterschreibe jetzt unsere Petition:
30.000 Unterschriften bis zum 2. November 2026
Fragen, die uns garantiert gestellt werden
Ja – denn eine Zuckersteuer soll den Zuckerkonsum senken, nicht durch einen Chemie-Cocktail ersetzen. Bleiben künstliche Süßstoffe steuerfrei, ersetzen Hersteller Zucker am billigsten durch Süßstoff, statt Rezepturen wirklich zu überarbeiten.
Die WHO rät seit 2023 von Süßstoffen zur Gewichtskontrolle ab, die IARC stufte Aspartam als möglicherweise krebserregend ein. Und das Bundesinstitut für Risikobewertung zeigte 2023: Kombiniert man mehrere Süßstoffe, schrumpft der Sicherheitspuffer zu unerwünschten Nierenwirkungen deutlich.
Vierjährige tragen keine Eigenverantwortung für das, was die Industrie ihnen ins Regal stellt. Eltern tragen Verantwortung, aber nur, wenn Hersteller ehrlich kennzeichnen und keine Etikettenschwindel-Strategie betreiben. Aufschriften wie „ohne Zuckerzusatz, nur Fruchtsüße“ suggerieren Eltern heute etwas Gesundes, wo eigentlich viel freier Zucker drinsteckt.
Ja, belegbar: Großbritanniens gesetzliche Herstellerabgabe erreichte rund 46 Prozent Zuckerreduktion in den betroffenen Getränken, weniger zahnmedizinische Eingriffe bei Kindern und floss teilweise direkt in Schulsport- und Ernährungsprogramme. Deutschlands freiwillige Strategie kam im selben Zeitraum auf gerade einmal 0,7 Prozent.
Weil ich als Vater von zwei Kindern täglich sehe, was im Supermarktregal landet und als Gründer seit über zehn Jahren beweise, dass es anders geht. Mit TeeFee haben wir von Anfang an Getränke komplett ohne zugesetzten Zucker und ohne Süßstoffe hergestellt.
Mich sorgt, dass künstlicher Süßstoff und versteckter Zucker noch immer die Norm sind. Als Unternehmer fordere ich eine Steuer ohne Schlupflöcher, damit gesundes Trinken endlich der Standard wird. Wir sind der lebende Beweis: Clean, kindgerecht und wirtschaftlich erfolgreich schließen sich nicht aus.
Das Positionspapier zum Nachlesen
»
Mach mit!
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unsere Petition.
Jede Unterschrift zeigt: Eltern wollen eine wirksame Steuer, keine löchrige.
Die Petition läuft ab dem 21. September 2026 als offizielle E-Petition beim Bundestag und parallel auf Change.org. Unterschreibe jetzt!



