Für die gesamte Familie
Warum reden alle über Essen, aber niemand über trinken?
20.05.2026
TeeFee
Es gibt Hunderte Ratgeber zum Thema Beikost. Apps, die den perfekten Brei berechnen. Blogposts über den Kita-Speiseplan. Aber wenn es darum geht, was Kinder trinken, herrscht Stille. Keine Kampagnen, kaumAufklärung, wenig mediale Aufmerksamkeit.
Dabei ist die Realität alarmierend: Viele der beliebtesten Kindergetränke enthalten pro Portion mehr Zucker als eine KugelEis. Fruchtsäfte, die als gesund vermarktet werden, liefern oft genauso viel Zucker wie Cola. Und selbst Produkte mit dem Label „für Kinder“ setzen häufig auf künstliche Aromen und Farbstoffe.
Was Eltern wissen sollten:
- Kinder entwickeln ihre Geschmackspräferenzen in den ersten Lebensjahren. Wer früh an extrem süße Getränke gewöhnt wird, tut sich später schwerer, auf weniger Süße umzusteigen.
- Zucker in flüssiger Form wird besonders schnell aufgenommen und hat stärkere Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel als Zucker in fester Nahrung.
- Die WHO empfiehlt, den Anteil freier Zucker auf unter 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Ein einziges zuckerreiches Getränk kann dieses Limit bereits sprengen.
- Es gibt inzwischen Alternativen, die ohne Zucker und künstliche Zusätze auskommen, wie teebasierte Erfrischungsgetränke mit natürlicher Stevia-Süße.
Bewusstes Trinken beginnt nicht mit einem Verbot, sondern mit besseren Optionen. Und mit der Bereitschaft, das Thema genauso ernst zunehmen wie das, was auf dem Teller liegt.
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